Konkurrenz zum bisherigen offiziellen Nachrichtenblatt?

Handelt es sich bei unserer Initiative um eine Alternative oder Konkurrenz zum einstigen Nachrichtenblatt in der Wochenschrift «Das Goetheanum»? Für einige unserer Leser tauchte diese Frage auf. Von Interesse kann in diesem Zusammenhang sein, dass die Wochenschrift das Bedürfnis nach einer öffentlichen Nachrichtenbeilage, bzw. nach einem direkt „nicht mehr sichtbaren“ (s. oben) Nachrichtenblatt innerhalb der Wochenschrift abdeckt. – Unsere Initiative fragt nach einer spezifischen Mitglieder-Korrespondenz unter diesen selbst, ausgehend von Anregungen Rudolf Steiners (z.B. Ein Nachrichtenblatt Nr.1, 2, 8/2011). Wir setzen mit der damit gekennzeichneten Veröffentlichungsform „spezifisch für Mitglieder“ (vgl. Ein Nachrichtenblatt Nr. 13) an einer Arbeitsrichtung an, welche durch eine offizielle Mitgliederbeilage – gemeint ist die wöchentliche, nun in die Wochenschrift hineinfusionierte – nicht mehr betreut wird. Es ist nicht möglich, etwas zu konkurrenzieren, was nicht existiert. Das Verhältnis der beiden Nachrichtenblätter zueinander kann also als ein ganz offenes, bzw. auch gerne sich gegenseitig ergänzendes betrachtet werden. Und dies entspricht unserer Intention. Eine Koordination ist demnach also grundsätzlich erwünscht. – Dabei darf im Rahmen von Paragraph 11 der Statuten auf jedem sachlichen Feld (z.B. Nachrichtenblatt-Impuls) und in voller gegenseitiger Autonomie gearbeitet werden:

 

„11. Die Mitglieder können sich auf jedem örtlichen oder sachlichen Felde zu kleineren oder größeren Gruppen zusammenschließen. – Für die Allgemeine Gesellschaft ist jede Gruppe, auch die Landesgruppe, in diesem Paragraphen enthalten. Die Allgemeine Gesellschaft ist weder international noch national, sie ist allgemein menschlich - und alles andere ist für sie Gruppe. Dadurch bekommen wir wirklich auf Freiheit gestütztes Leben in die Anthroposophische Gesellschaft hinein und auch überall, wo es sich entfalten will, durchaus autonomes Leben. Anders kommen wir nicht weiter.“ (Fußnote 5: GA 260 [1994], 24. Dezember 1923, 11 Uhr 15 vormittags)

 

Roland Tüscher, Kirsten Juel